Heizungstechnik

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Holzpellets
Heizungstechnik
Finanzierung und Förderung
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Sind Holzheizungen zuverlässig und sicher?
Welche Vorteile bietet die Holzpelletheizung?
Welche verschiedenen Holzheizungssysteme gibt es?
Wie wähle ich die richtige Kesselgröße aus?
Wie kommen die Holzpellets in den Brennraum?
Wie groß muss der Lagerraum sein, bzw. wie viele Pellets benötige ich?
Welche Anforderungen muss mein Kamin/Schornstein erfüllen?
Wohin mit der Asche?

Sind Holzheizungen zuverlässig und sicher?

Mehr als 20.000 installierte Anlagen in Deutschland und weitaus mehr in Skandinavien, Österreich und anderen Ländern Europas laufen zuverlässig. Der technische Stand ist derart fortgeschritten, dass nur durch grobe Fahrlässigkeit eine Störung verursacht werden kann. Brennstofflagerbrände werden z.B. durch mehrere unabhängige Rückbrandschutzeinrichtungen zuverlässig verhindert.

In Deutschland unterliegen im übrigen Anlagen unter 50 kW nicht der Feuerungsanlagenverordnung, d.h. nicht den Brandschutzverordnungen wie F 90 etc. Soweit ein Abstand von einem Meter zwischen Heizkessel und Gewebetank eingehalten wird, ist auch die Aufstellung von Gewebetanks im Heizraum möglich.
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Welche Vorteile bietet die Holzpelletheizung?

Bezüglich des Komforts stehen Holzpelletheizungen herkömmlichen Ölzentralheizungen in nichts nach, sofern die Anlieferung per Silowagen erfolgt und das Lager über eine automatische Austragung verfügt. Damit ist die Holzpelletheizung eine moderne Lösung, wenn es um die Neuinstallation oder den Ersatz von älteren Heizanlagen geht. Gute Holzpelletkessel verfügen über eine automatische Reinigungseinrichtung für den Kesselkörper und müssen nur 1 x jährlich gewartet werden. Der einzige Unterschied in der Bedienung ist die notwendige Ascheentsorgung. Holzpellets besitzen eine hohe Energiedichte und verfügen über eine sehr gute Transport- und Lagerfähigkeit.

Die Holzpelletheizung ist praktisch CO2-neutral, wenn man von den CO2-Emissionen bei der Holzernte und beim Transport und Weiterverarbeitung absieht. Gegenüber einer Gasbrennwertheizung können Sie mit einer Holzpelletheizung bei einem 4-Personenhaushalt etwa 5 bzw. 6 Tonnen CO2 jährlich einsparen. Für die Herstellung von Holzpellets wird außerdem nur Restholz verwendet, das bisher höchstens zur Spanplattenproduktion verarbeitet worden ist. Zudem konnten in den letzten zehn Jahren aufgrund der technologischen Weiterentwicklung von Holzpelletheizungen (beispielsweise bei der Brennertechnologie) auch die anderen mit der Verbrennung verbundenen Emissionen erheblich reduziert werden.
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Welche verschiedenen Holzheizungssysteme gibt es?

Einzelöfen gibt es als freistehende Kaminöfen oder als Ofeneinsatz für bestehende Kamin- oder Kachelöfen. Die Befüllung erfolgt manuell in den integrierten Vorratsbehälter mittels Sackware. Die Regelungen der Temperaturen erfolgt über ein Thermostat, Absenkungen sind über eine Zeitschaltuhr möglich.
Brenndauer beträgt zwischen 24 und 100 Stunden – je nach Modell, Wärmebedarf und Heizwert
Wärmeleistung beträgt ca. 6-12 kW. Einsatz nur zur Wärmeversorgung als Zusatzheizung oder zum Beheizen von Nebenräumen.

Primäröfen stehen ebenfalls im Wohnraum, verfügen aber zusätzlich über eine Wassertasche, womit eine Brauchwassererwärmung möglich ist. Üblicherweise werden sie an ein Zentralheizungssystem angeschlossen. Die Befüllung erfolgt alle 2-3 Tage manuell in den integrierten Lagerbehälter. Es ist aber auch eine Installation einer automatischen Förderanlage (+Lagerraum) möglich.

Es werden immer 20% der erzeugten Wärme an den Wohnraum abgegeben. Um eine Überhitzung der Räume im Sommer zu vermeiden, ist eine Kombination mit einem weiteren Heizsystem (Solarkollektoren für die Brauchwasserbereitung) nötig.
Die Wärmeleistung beträgt ca. 9-14 kW
Einsatz hauptsächlich in Passiv- und Niedrigenergiehäusern (nur in Kombination mit Solarthermie für die Warmwasserbereitung im Sommer), Etagenwohnungen oder als Vollheizsystem nur in Verbindung mit einem weiteren Heizsystem möglich.

Pelletzentralheizungen arbeiten mit dem vergleichbaren Komfort einer Öl- oder Gasheizung. Hier transportiert entweder eine Förderschnecke die Pellets vollautomatisch vom Vorratsraum zur Brennkammer des Kessels oder die Pellets werden per Saugaustragung in den Heizraum gebracht. Die Regelung erfolgt vollautomatisch. Wird über den Raumthermostat Wärme angefordert, transportiert eine Förderschnecke kleine Mengen Pellets vom Lagerraum in eine Brennschale, wo diese durch einen Heizstab oder ein Heißluftgebläse entfacht werden. Elektronisch gesteuerte Lüfter sorgen für die richtige Luftzufuhr - die Pellets brennen kontrolliert ab. Pelletkessel können zwischen 30 und 100 % ihrer Leistung abgeben und so wie ein Öl- oder Gaskessel auch auf unterschiedliche Außentemperaturen reagieren. Bei hochwertigen Anlagen steuert eine elektronische Regelung (Lambdasonde) das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft und Pelletmenge. Dies führt zu einem exakt abgestimmten Verbrennungsvorgang und niedrigsten Emissionswerten sowie zu Wirkungsgraden von über 95%. Verschiedene, unabhängig voneinander operierende Rückbrandsicherungen sorgen für einen gefahrlosen Betrieb Ihrer Heizung.
Die anfallende Asche muss bei guten Anlagen etwa vierteljährlich entleert werden und wird im Hausmüll entsorgt oder als Dünger im Garten benutzt. Die Wärmeleistung ist in der Regel größer als 10 kW.

Pelletzentralheizungen eignen sich für das moderne Niedrigenergiehaus genauso wie für schlecht gedämmte Altbauten bis hin zum Mehrfamilienhaus und öffentlichen Gebäuden. Sie können problemlos mit einer Solaranlage kombiniert werden. Die Befüllung ist abhängig von Verbrauch und Lagerraumgröße und erfolgt je nach Bedarf ein- bis zweimal im Jahr per Silowagen, der die Pellets in den Lagerraum staubfrei einbläst.
Kombikessel sind ebenfalls Zentralheizungen, die wahlweise mit Pellets oder Stückholz betrieben werden können. Mit wenigen Handgriffen oder automatisch lassen sich diese Kessel jederzeit auf Handbetrieb umstellen und manuell mit Stückholz befeuern.
Die Befüllung mit Stückholz muss manuell erfolgen, Pellets werden automatisch beschickt. Dass bedeutet, wenn das Stückholz verbrannt ist, arbeitet der Kessel automatisch und ohne Unterbrechung mit der Pelletfeuerung weiter.

Kombikessel verfügen über getrennte Brennkammern, da unterschiedliche Verbrennungsvorgänge bei unterschiedlichen Brennstoffen vorliegen. Die Wärmeleistung beträgt ca. 15-50 kW. Der Einsatz ist ähnlich der Zentralheizung, jedoch überwiegend in ländlichen Bereichen.
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Wie wähle ich die richtige Kesselgröße aus?

Wie bei einem Gas- oder Ölkessel auch! Denn für alle Brennstoffarten gilt: Heizkessel werden nach ihrer Heizleistung unterschieden, die in Kilowatt (kW) angegeben wird. Unser Leitfaden „ In 8 Schritten zu Ihrer Holzheizung“ hilft Ihnen Schritt für Schritt bei der Auswahl des für Sie richtigen Heizungssystems.

Wenn Sie darüber hinausgehenden Service Vor Ort wünschen, dann helfen wir Ihnen gern. Klicken Sie hier! Eine konkrete Heizlastberechnung ist u.U. auch bei einem geplanten Kesseltausch sinnvoll. Früher wurden oft Kessel mit zu großen Heizleistungen eingebaut.

Beispiel:

Sie haben einen alten 20 kW Ölkessel, der ersetzt werden muss. Ihr Energieberater begutachtet Ihr Haus und stellt fest, dass vor ein paar Jahren die Isolierungen erneuert wurden und nun ein 15 kW-Holzpelletkessel ausreicht. Sie sparen bares Geld! Bei der Anschaffung und beim Heizen. Zum einen benötigen Sie in diesem Fall nur einen kleineren, preisgünstigeren Kessel, zum anderen haben Sie eine nicht überdimensionierte, sondern eine an Ihre Bedürfnisse angepasste Heizung.
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Wir machen das!

Vor-Ort-Service Sie wünschen eine persönliche Beratung? Wir kommen gern zu Ihnen und beraten Sie rund um das Thema "Holz und Heizen".



Vor-Ort-Service Plus Sie möchten eine kompetente Beratung zu Ihrer geplanten Heizung und einen konkreten Kostenvoranschlag für die Montage? Dann nutzen Sie unseren Vor-Ort-Service Plus! Zusammen mit einem Installateur besprechen wir Einzelheiten zur technischen Umsetzung Ihrer neuen Heizung und unterbreiten Ihnen einen konkreten Kostenvoranschlag für die Montage. Selbstverständlich wird der Preis für den Vor-Ort-Service-Plus mit Ihrer Bestellung verrechnet!




Wie kommen die Holzpellets in den Brennraum?

Grundsätzlich gibt es zwei bewährte Systeme: Das am häufigsten eingesetzte System ist der Transport vom Lagerraum in die Brennkammer mittels einer rotierenden Transportschnecke. Mittels elektronischer Steuerung wird immer exakt die benötigte Pelletmenge der Verbrennung zugeführt. Diese aus der Landwirtschaft stammende Technik hat sich seit Jahrzehnten bewährt. Dort wird das Tierfutter mittels Transportschnecken aus dem Silo transportiert.

Für weite Transportstrecken empfiehlt sich eine Saugaustragung. Mit dem Vakuumsaugsystem können die Pellets bis zu 20m weit transportiert werden. Der Lagerraum kann sich hierbei auch außerhalb des Wohnhauses, z.B. in einem Erdtank oder Nebengebäude befinden.
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Wie groß muss der Lagerraum sein?

Der Lagerraum sollte so gewählt werden, dass er eine Jahresverbrauchsmenge fassen kann. Nach dem Deutschen Energie-Holzpellets-Verband (DEPV) lässt sich der dafür erforderliche Lagerraum mit folgender Faustregel abschätzen:

Pro 1kW Heizlast = 0,9 m3 Raum (inkl. Leeraum)
Nutzbarer Lagerraum = 2/3 Raum (inkl. Leerraum)
1 m3 Pellets = 650 kg
Energiegehalt der Pellets ca. 5 kWh/kg

Einfamilienhaus mit einem Wärmebedarf von 15 kW
15 kW Wärmebedarf X 0,9 m3 /kW = 13,5 m3 Lagerraumvolumen (inkl. Leeraum)

Nutzbarer Rauminhalt = 13,5 m3 X2/3 = 9 m3
Pelletmenge = 9 m3 X 650 kg/ m3 = 5.850 kg ~ 6t
Lagerraumgröße = 13,5 m3 / 2,4 m (Raumhöhe) = 5,6 m2
Grundfläche ( 2 m X 3 m sollten jedoch nicht
unterschritten werden)
Gelagerte Energiemenge = 5.850 kg X 5 kWh/kg = 29.350 kWh
(entspricht ca. 3.000l Heizöl)

Eine Empfehlung zur Gestaltung von Holzpelletlageräumen können Sie hier als pdf herunterladen.
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Welche Anforderungen muss mein Kamin/Schornstein

Sie müssen Ihren Schornstein nur dann sanieren lassen, wenn durch die neue Heizung Anforderungen an ihn gestellt werden, die er nicht erfüllen kann. Dazu gehört vor allem die Durchfeuchtungssicherheit und der Kaminquerschnitt. Dieser ist von verschiedenen Faktoren wie z.B. Nennleistung und wirksamer Kaminhöhe abhängig. Möglicherweise ist er - bezogen auf die geringeren Abgasmengen Ihrer neuen Heizung - zu groß, und es wäre vorteilhaft, eine Verkleinerung vorzunehmen. Wir empfehlen Ihnen deswegen, eine Kaminberechnung durchführen zu lassen!

Sie wissen nicht genau, ob Ihr Schornstein den neuen Anforderungen genügt? Wir machen das für Sie! Klicken Sie hier!
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Wohin mit der Asche?

In Abhängigkeit von Ihrem Wärmebedarf und der Ausstattung Ihrer Holzpelletheizung muss die Aschelade monatlich oder seltener geleert werden. Gute Holzpelletkessel verfügen über eine automatische Verdichtung der verbrannten Asche. Dies führt zu einer weiteren Verlängerung der Leerungszyklen.
Bei einem Einfamilienhaus mit einem Wärmebedarf von 15 kW werden pro Jahr sechs Tonnen Holzpellets benötigt (~ 3.000l Heizöl) dabei fallen jährlich ca. 30 Kilogramm Holzasche an. Die Asche können Sie gern als Gartendünger verwenden.
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Der Glücksbringer

Schornsteinfeger-Service Sie wissen nicht genau, ob Ihr Schornstein den Anforderungen einer unserer modernen Heizungen entspricht? Wir sprechen mit Ihrem Schornsteinfeger, von Fachmann zu Fachmann.




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