Die Preisschere zwischen Pellets und Heizöl/Erdgas öffnet sich
Die Entscheidung für eine Holzpelletheizung ist nicht nur eine ökologische Entscheidung, sondern auch eine ökonomische. Die Investition muss sich also rechnen. Da die reinen Investitionskosten höher sind als für eine vergleichbare Öl- oder Gasheizung, liegt der (finanzielle) Charme einer Holzpelletheizung bei den niedrigen Brennstoffkosten. Werfen Sie in diesem Zusammenhang ruhig auch einen Blick auf unseren Kalkulationsvergleich.
Wie bereits im Kapitel Energiepreisentwicklung aufgezeigt, werden Öl und Gas knapp. Die Folge hieraus ist ein kontinuierlich steigender Preis für derartige Energieträger.
Verbraucher, die bereits auf die ökologische Alternative zu Öl und Gas umgestiegen sind, haben vorausschauend gehandelt. Natürlich ist der Pelletpreis abhängig von Angebot und Nachfrage. Der Preis hierfür wird auch steigen, die Teuerungsrate ist nun einmal Teil des wirtschaftlichen Prinzips. Die Frage ist hier nur: Wie stark wird dieser Preisanstieg ausfallen?
Die obenstehende Grafik zeigt, dass der Pelletpreis in den vergangenen Jahren nur leichten Schwankungen unterlag und nahezu stabil war. Der explosionsartige Ölpreisanstieg hat gerade in der jüngsten Vergangenheit zu einer steigenden Popularität von Holzpelletheizungen geführt, und doch ist der Preis für Pellets nicht explodiert. Wie kommt das?
Derzeit produzieren in Deutschland 28 Pelletwerke knapp 300.000 Tonnen Holzpellets. Für die nächsten drei Jahre sind weitere 14 Produktionsstätten geplant. Kapazitätserweiterungen bestehender Pelletierwerke einbezogen, wird das Angebot an Holzpellets in den kommenden Jahren auf über eine Million Tonnen pro Jahr steigen. Dem steht ein deutlich geringerer Bedarf gegenüber. Da schon heute mehr produziert als verbraucht wird, exportieren einige Werke ihre Pellets bereits ins europäische Ausland.
Holzpellets werden aus Restholz hergestellt. Es wurde noch kein Baum zur Produktion von Pellets gefällt. Derzeit werden nur ca. 40% des angefallenen Restholzes zur Pelletherstellung in Deutschland genutzt. Die Produktionskapazitäten könnten also mehr als verdoppelt werden, ohne dass es zu einem Rohstoffengpass kommt. Es sind aber auch deutliche Potenziale beim Restholz selber vorhanden. In den Wäldern fällt wesentlich mehr Restholz an als genutzt wird. Jährlich wachsen in Deutschland etwa 60 Millionen Festmeter nach. Davon werden jedoch nur 40 Millionen wirtschaftlich genutzt. Mit einem landwirtschaftlichen Anbau von Energiehölzern könnten zudem weitere Ressourcen für die Pelletsproduktion in Deutschland bereitgestellt werden. Schließlich ist die Nachfrage auch durch den wachsenden internationalen Holzpelletmarkt gesichert.
Der Holzpelletmarkt ist also ein gesunder Markt, mit einem ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage sowie einer vorhandenen Versorgungssicherheit. Zudem sorgt der steigende Öl- und Gaspreis für eine immer größer werdende Attraktivität von Holzpelletheizungen.


