Um effiziente Energiesparmaßnahmen duchführen zu können, sollten Sie wissen, wo die energetischen Schwachstellen eines Gebäudes sind.
Durch Außenwände, Dach und Fenster entweicht Wärme in die Umgebung. Hier entstehen etwa 60 bis 80 % aller Wärmeverluste in Gebäuden. Die Bauteile mit den größten Wärmeverlusten sind üblicherweise Fenster und Glastüren. Um verbrauchte Luft zu ersetzen und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, muss ein Gebäude gelüftet werden. Dabei geht Wärme verloren, die als Lüftungswärmeverluste bezeichnet wird. Sie haben an den gesamten Wärmeverlusten einen Anteil von etwa 20 bis 40 %. Bei der Heizung selbst entstehen sog. Verteilungsverluste in den Rohrleitungen der Heizungsanlage, weil ein Teil der erzeugten Wärme auf ihrem Transport zur Heizung an die Umgebung abgegeben wird.

Profi-Tipps

Da mehr als 49% der im privaten Haushalt benötigten Endenergie auf die Heizung entfallen, ergibt sich ein erhebliches Potenzial, Energie und damit Kosten zu sparen. Wir haben Ihnen hier einmal ein paar wirklich einfache Tipps aufgelistet, wie Sie nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt entlasten können.

Profi-Tipp 1
Passen Sie die jeweilge Raumtemperatur Ihren individuellen Bedürfnissen an. Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizenergie. Folgende Raumlufttemperaturen sind normalerweise ausreichend:
Wohnräume: 19 bis 22 °C
Schlafräume: 15 bis 18 °C
Bad: 20 bis 23 °C

Profi-Tipp 2
Die Wände hinter den Heizkörpern sind dünner, und die Wärme kann leichter nach
außen entweichen. Wenn zwischen Wand und Heizkörper ausreichend Platz ist, können Sie das verhindern: mit speziellen Dämmplatten oder flexiblen Dämmfolien aus dem Fachhandel, die Sie in den Heizkörpernischen anbringen. So bleibt die Wärme im Zimmer, und Ihre Heizkosten gehen in den Keller.

Profi-Tipp 3
Überprüfen Sie Ihre Umwälzpumpe. Moderne Pumpen verbrauchen erheblich weniger Strom als ältere Modelle, und sie pumpen nur so viel Wasser durch die Rohre, wie zum Heizen benötigt wird.

Profi-Tipp 4
Mit einer witterungsgeführten Regelung lässt sich die Vorlauftemperatur optimal und wirtschaftlich an den Bedarf anpassen. Die außentemperaturabhängige automatische Einstellung der Vorlauftemperatur erfolgt gemäß der Heizkennlinie des Wärmeerzeugers. Diese können Sie an der zentralen Regelung einstellen.

Profi-Tipp 5
Bevor das heiße Wasser Ihre Heizkörper erreicht, hat es einen langen Weg hinter sich. Überprüfen Sie, ob die Heizungsleitungen dort gedämmt sind, wo sie durch ungeheizte Räume (z.B. im Keller) verlaufen. Ansonsten sollte nachträglich eine Wärmedämmung angebracht werden. Laut Energieeinsparverordnung ist ab dem 31.12.2006 eine Dämmung von Verteilungsrohren in ungeheizten Räumen Pflicht!

Profi-Tipp 6
Mit Thermostatventilen an Ihren Heizkörpern können Sie bis zu 20% an Energie sparen. Sie ermöglichen eine exakte Temperatursteuerung unter Berücksichtigung anderer Wärmequellen.

Profi-Tipp 7
Lüften Sie nur stoßweise bei voll geöffnetem Fentster. Schließen Sie die Thermostate während der Lüftungszeit. Vermeiden Sie längere Kippzeiten Ihrer Fenster.

Profi-Tipp 8
Bringen Sie zusätzliche Dichtungen bei älteren oder undichten Fenstern und Außentüren an.

Profi Tipp 9
Eine nächtliche Absenkung der Wohnraumtemperatur von z. B. 21 auf 18 °C erspart zusätzlich Heizenergie. Die Temperatur sollte in der Nacht aber nicht um mehr als 5 °C abgesenkt werden, da sonst am nächsten Morgen für das schnelle Aufheizen der Räume zu viel Energie benötigt wird. In Einfamilienhäusern lässt sich die Nachtabsenkung bequem über entsprechende Wochenschaltprogramme am Wärmeerzeuger einrichten.

Energiesparen ist Geld sparen

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Die oben dargestellten Grafiken und Inhalte stammen von der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
http://www.stmwivt.bayern.de.

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