Allgemeines zur Energiepreisentwicklung

Quelle: onvista.de

Die Ressourcen konventioneller Energieträger -Erdöl, Edgas, Kohle und Uran- sind endlich. Aufgrund der Verknappung von Erdöl und Erdgas ergibt sich aus der erheblichen Divergenz von Angebot und Nachfrage eine kontinuierliche Preissteigerung dieser Energieträger.
Die nebenstehende Grafik veranschaulicht die kontinuierliche Verteuerung des bedeutendsten Energieträgers Erdöl. Der Preis der weltweit wichtigsten Ölsorte WTI hat sich seit zwei Jahren mehr als verdoppelt. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt zudem, dass der weltweite Ölverbrauch von rund vier Milliarden Tonnen im Jahre 2004 auf sechs Milliarden Tonnen im Jahre 2030 anwachsen wird –ein Anstieg um 50 Prozent. In Expertenkreisen wird jedoch bezweifelt, dass ein Fördervolumen von sechs Milliarden Tonnen Erdöl technisch überhaupt realisierbar ist. Das Bundesamt für Geowissenschaften befürchtet sogar, dass die maximale Fördermenge bereits zwischen 2008 und 2015 erreicht sein wird. Die Exploration von Erdöl stößt demnach an die Grenzen der technischen Machbarkeit.

Angesichts des wachsenden Öldurstes in China, Indien und anderen Schwellenländern bleibt eines festzuhalten: Das von der IEA vorhergesagte Verbrauchswachstum kann nur befriedigt werden, wenn die weltweit größte Ölnation –Saudi Arabien- ihren Output stetig steigern kann. Doch die staatliche Ölgesellschaft Aramco gibt seit 17 Jahren den Umfang ihrer Reserven konstant mit 260 Milliarden Barrel an, obwohl das Land seitdem fast 50 Milliarden Barrel gefördert hat und obwohl seitdem keine nennenswerten neuen Ölfelder mehr gefunden wurden. Letztere Feststellung gilt im übrigen auch in Bezug auf die Erschließung weltweiter Ölreserven. Der weltweite steigende Hunger nach Erdöl auf der einen Seite und die zu erwartenden sinkenden Produktionsraten auf der anderen Seite lassen den vorsichtigen Schluss zu, dass der Ölpreis weiter steigen wird (vgl. Neue Energie 1/2006). Die nebenstehende Grafik verdeutlicht in diesem Zusammenhang noch einmal die Reichweite der weltweiten Ölreserven.

Aber nicht nur das Erdöl ist erschöpfbar, sondern auch die anderen konventionellen Energien.

Uran beispielsweise deckt etwa 6% des weltweiten Primärenergiebedarfs. Die Reichweite dieses kritischen Rohstoffs beträgt nach einer Studie vom Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe bis zu 50 Jahren - ein konstanter Verbrauch vorausgesetzt.

Die Erdgasvorräte halten hingegen mit einer Reichweite von ca. 50 Jahren länger als Erdöl. Da es aber zunehmend Erdöl kompensiert, steigt der weltweite Bedarf kontinuierlich. Zusätzlich muss die tatsächliche Verfügbarkeit von Erdgas nach den aktuellen Vorkommnissen in der Ukraine neu bewertet werden. Der Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland führte schliesslich auch dazu, dass deutsche Gasversorger eine reduzierte Liefermenge aus Russland feststellen mussten.

Zu guter Letzt fehlt noch die Kohle. Dieser Energieträger reicht mit Abstand noch am längsten. Unter derzeitigen Bedingungen ca. 80 bis 100 Jahre. Doch Kohle kann die anderen Energien nicht ohne weiteres kompensieren, wie z.B. im Verkehrssektor, oder ist sehr energie- und damit kostenintensiv abzubauen.

Unabhängig von der Diskussion, wie lange die konventionellen Energiereserven noch reichen, eines haben alle gemeinsam: Sie werden knapp und damit teurer.

Die Inhalte dieser Seite stammen aus der sehr zu empfehlenden Seite www.energiekrise.de, deren Team wir für die Zurverfügungstellung Ihrer Informationen nochmals danken möchten.

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